Startseite Delegation Praxis Delegation an RFA stärkt die Patientenzufriedenheit

Rheumatoide Arthritis

Delegation an RFA stärkt die Patientenzufriedenheit

Bei Betroffenen mit rheumatoider Arthritis (RA) beeinflusst deren Zufriedenheit mit dem Behandlungsmanagement die Krankheitskontrolle, Therapietreue sowie das körperliche und psychische Wohlbefinden – allesamt entscheidende Faktoren für den Langzeiterfolg.

Nachdem aufgrund limitierter ärztlicher Kapazitäten in Deutschland eine leitliniengerechte, patientenzentrierte Versorgung nicht flächendeckend realisierbar ist, bietet der ergänzende Einsatz der Rheumatologischen Fachassistenz (RFA) eine große Chance. Der Einfluss einer teambasierten Versorgung auf die Patientinnen- und Patientenzufriedenheit bei seropositiver RA im Krankheitsschub untersuchten kürzliche Birte Luise Hägermann, Klinik für Rheumatologie und Immunologie, MHH Hannover, und ihre Kolleginnen und Kollegen.

In die multizentrische, pragmatische randomisiert-kontrollierte Studie wurden 224 Patientinnen und Patienten mit seropositiver RA eingeschlossen und über einen Zeitraum von 12 Monaten nachverfolgt. Nach der Basiserhebung fanden 5 Folgevisiten statt. In der Interventionsgruppe (IG) wurden zusätzlich 3 Visiten durch eine RFA durchgeführt, in der Kontrollgruppe (KG) erfolgte die Betreuung konventionell „nur“ durch Ärztinnen oder Ärzte. Nach 12 Monaten wurden in Abhängigkeit von der Krankheitsaktivität (DAS28 <2,6 vs. ≥2,6) Subgruppen gebildet. Primärer Bewertungsmaßstab der Studie war die mit dem sog. ZAP („Zufriedenheit in der ambulanten Versorgung – Qualität aus Patientenperspektive“)-Fragebogen ermittelte Patientinnen- und Patientenzufriedenheit.

Nach 12 Monaten fand sich in der IG mit zusätzlichen RFA-Visiten eine signifikant höhere Zufriedenheit in den Dimensionen Interaktion (p=0,023), Information (p=0,014), Kooperation (p=0,021), Behandlungsqualität (p=0,005) und Vertrauen (p=0,028). Keine relevanten Unterschiede wurden in puncto Praxisorganisation (p=0,515) und globale Zufriedenheit (p=0,084) ausgemacht. In der Subgruppe ohne Remission zeigten sich vergleichbare Effekte, nicht jedoch bei Patientinnen und Patienten in Remission.
Fazit: Die teambasierte Versorgung hatte einen positiven Einfluss auf multiple Dimensionen der Patientinnen- und Patientenzufriedenheit bei aktiver RA – vor allem, wenn (noch) keine Remission vorlag.

 


Quelle: Z Rheumatol 2025; doi: 10.1007/s00393-025-01747-4

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