Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat für das Projekt DELIVER-CARE eine Empfehlung für die Regelversorgung beschlossen. DELIVER-CARE hat eine „MFA-Sprechstunde“ bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen als neue Form der Patientenversorgung erprobt. Leiterin des Projektes ist DGRh-Mitglied und Sprecherin der „Kommission Delegation“ Dr. Kirsten Hoeper von der Medizinischen Hochschule Hannover. Dieser Erfolg ist ein wichtiges Signal für die rheumatologische Versorgung in Deutschland.
Das Projekt belegte für die Rheumatologie, Gastroenterologie und Dermatologie, dass diese Versorgungsform der Regelversorgung in puncto gesundheitsbezogene Lebensqualität nicht unterlegen ist. Die MFA-Sprechstunde ermöglichte eine intensivere Patientenbetreuung und kann damit helfen, die Versorgung zu verbessern. Aufgrund der positiven Ergebnisse spricht sich der G-BA-Innovationsausschuss für eine Überführung in die Regelversorgung aus. Der G-BA leitet diese Erkenntnisse an die Bundesärztekammer, Partner der Bundesmantelverträge (GKV-Spitzenverband und KBV) sowie verschiedene medizinische Fachgesellschaften weiter.
Weitere Details zu den Ergebnissen des DELIVER-CARE-Projektes und den Empfehlungen des Innovationsausschusses finden sich im Beschluss und im Ergebnisbericht*. Der G-BA-Innovationsausschuss hat für drei Projekte Transferempfehlungen beschlossen, zwei davon mit einer zentralen Rolle für MFA. Bemerkenswert ist zudem, dass DELIVER-CARE das erste Projekt der Rheumatologie im Förderbereich „Neue Versorgungsformen“ ist, das eine Transferempfehlung erhalten hat. Insgesamt gab es bislang 109 Beschlüsse, nur 26 Projekte davon haben diese Empfehlung bekommen.